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Solange der Vorrat reicht

Sommerzeit ist Obst- und Gemüsezeit. Wer zuverlässig ernten will, muss schon bei der Auswahl der Sorten, das Klima, den Standort und die Bodenverhältnisse berücksichtigen.

Nachfolgend ein paar Informationen über die wichtigsten Auswahlkriterien.

Klimatische Akzente:

Innerhalb des Großklimas kommen eine Reihe von Unterschieden, bedingt durch Geländeform, Vegetation, Besiedlung oder größere Wasserflächen zum tragen.
Das heißt, jeder Garten hat verschiedene klimatische Eigenarten, die bei der Anlage zu berücksichtigen sind.
So genießt ein Garten am Südhang etwa mehr Sonne und ist wärmer als ein nach Norden ausgerichteter Garten, auf dem der Schnee länger liegen bleibt und die Vegetation ein früheres Ende nimmt. Oder in einem Gebiet
wo Westwetterlagen vorherrschen, liegt ein Osthang möglicherweise im Regenschatten, so dass dort mehr gegossen werden und Wasser ggfls. bevorratet werden muss.
Jeder Gartenfreund, der im Chemieunterricht ein wenig aufgepasst
hat weiß, das kalte Luft schwerer ist als warme, deshalb sammelt sie
sich am niedrigsten Punkt des Geländes.

Das heißt: Tiefgelegenes Gelände ist am frostgefährdetsten.
Hanglagen sind geschützter und somit für den Anbau
empfindlicher Pflanzen geeigneter.

Doch es besteht durchaus die Möglichkeit, in weniger guten Lagen, die Natur ein wenig zu überlisten.

Grundstücksbesitzer in Senken können zum Beispiel durch das Pflanzen einer dichten Hecke, die schräg zum Hang verläuft, die vom Hang einfließende Kaltluft am Grundstück vorbeileiten. Ebenso können Mauern hilfreich sein, sie speichern die Sonnenwärme, was sich wiederum günstig auf alle Pflanzen auswirkt – egal ob für Baum, Strauch oder Gemüse.
Selbst bei kurzer Vegetation haben Sie noch die Möglichkeit durch Auswahl von Obst und Beerensorten, die schnell reifen, in ihrem Garten zu ernten.

Böden:

Die Bodenbeschaffenheit in unseren Gärten ist absolut vielseitig.
Auf manchen Böden stoßen die Pflanzen schon ab 30 Zentimetern Tiefe
auf Gestein. Anderorts können sie bis weit unter zwei Metern Tiefe wurzeln.
Permanente Nässe oder stark verdichteter Boden kann zudem eine Durchwurzelung verhindern. Wenn sich diese Hindernisse in den Weg stellen, dann ist der Gärtner in ihnen gefragt.

Fest steht, jedem noch so schlecht strukturiertem Boden kann man mit richtiger Pflege und etwas Geduld zu einer gewünschten Krümelstruktur verholfen werden.

So bilden Böden, die über Jahre hinweg mit reichlich organischer Substanz versorgt, vorsichtig mit Krail gelüftet wurden und nur, wenn überhaupt notwendig, durch Hacken und Umgraben gestört wurden, einen optimalen Oberboden. Der Oberboden sollte in jedem Nutzgarten nach Möglichkeit
ca. 40 Zentimeter Tiefe haben und Stein- u. wurzelfrei sein.

Wird ein schlecht strukturierter Boden durch Kompost, Mulch und Mist aufbereitet, bildet sich fruchtbarkeitssteigender Humus.
Diese Humusbestandteile sind später in der Lage, Bodenpartikel so zusammenzuhalten, dass sich Poren bilden, die Wasser und Nährstoffe speichern. Ein solcher Mutterboden ist für die Durchwurzelung optimal.

Genaue Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit ihres Gartens erbringen Bodenproben.

Tipps:

Wussten sie,

. dass Kleingärten, die naturnah bewirtschaftet werden, als „grüne Lunge“
und damit als gigantischer Verdauungsapparat betrachtet werden können.

Gartenböden sorgen nicht nur für Abkühlung im Sommer, sie bauen zudem Schadstoffe ab. Selbst Feinstaub, der auf den Boden gelangt, wird dort gebunden und teilweise zersetzt.
Dabei sollte die Bodenbearbeitung auf das Notwendigste beschränkt werden, um nicht den Abbau von Humus zu fördern. Ein humoser Boden braucht nur zur Aussaat und später zur Unkrautkontrolle oberflächlich behandelt werden. Also lassen Sie ruhig mal „fünf gerade sein."
Das Mischen und Lockern übernehmen Regenwürmer und andere Bodentiere gern für sie.
. dass nur wenige Pflanzen per se die Bodenqualität verschlechtern.
Deshalb geizen Sie nicht dabei, dem Boden wieder Pflanzenmaterial in Form von Mulch und Kompost zurückzugeben.
. dass die allseits beliebten Tuja eigentlich in keinen Garten gehören, da sie durch ihre Säureproduktion die Bodenqualität nachhaltig verschlechtern.
. dass speziell im Gemüsegarten Beetplanung wichtig ist.
Pro Person sollte daher eine Beetfläche von ca. 20 Quadratmetern eingeplant werden.


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Die Qual der Wahl

Bei der Auswahl von Pflanzen und Gehölzen sollte man sich am lokalen Großklima orientieren, denn daran ist nun mal nicht zu rütteln. Hilfreich ist ebenfalls, sich in der näheren Umgebung umzusehen oder noch besser, ein Erfahrungsaustausch unter Nachbarn. Dies ist oft der beste Weg, um Standorteinflüsse auf eine Sorte zu erfassen. Das gilt insbesondere bei der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern, den sie sollen schließlich über Jahrzehnte gedeihen und Früchte tragen. Bei Gemüsepflanzen sind Versuche weit weniger schmerzhaft, denn da heißt es jedes Jahr aufs Neue auswählen, pflanzen, pflegen, ernten und wenn gewünscht bevorraten.
Den Start ins Gartenjahr diktiert die Bodentemperatur, gesundes Saat-
und Pflanzgut sowie resistente Sorten sind Voraussetzung für gesundes Wachstum.

 

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