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Das grüne Gold des Gärtners!
 
Das grüne Gold des Gärtners
Kompostieren - aber richtig!
 

Auf einen Nenner gebracht kann man sagen, dass alle Nährstoffe, die der Boden für den Pflanzenwuchs braucht, in den Pflanzen selbst enthalten ist. Somit ist der wertvollste Dünger des Gärtners die Pflanze selbst.
Garten- und Küchenabfälle kompostieren heißt aber auch, unsere Umwelt schonen, das Müllproblem verringern und das eigene Budget entlasten.
Die weit verbreiteten Vorurteile Kompost stinkt und zieht Ungeziefer an können ganz klar widerlegt werden, wenn Standort, Mischung und Pflege stimmen.

Standort:
Für ein gutes Gelingen ist die Standortauswahl überaus wichtig.
So ist ein Platz in praller Sonne oder ein zugiger, kalter Winkel z. B. hinter dem Haus absolut ungeeignet. Gut geeignet sind Plätze unter Bäumen und Sträuchern, die dem Wind die Kraft nehmen und angenehmen Halbschatten verbreiten.
Dort fühlen sich auch die kleinen Arbeiter in ihrer „Düngerfabrik“ am wohlsten.
Zum Verständnis, im Komposthaufen geschieht nichts anderes als im übrigen Gartenboden – nur viel konzentrierter.
Bei einer Gartenfläche von 300 – 400 Quadratmeter fällt jährlich etwa 1 Kubikmeter Kompost an, das entspricht ungefähr dem Inhalt eines Thermokomposters.

Tipp:
In einem geschlossenen Kompostsilo aus Kunststoff verrotten Gartenabfälle viel schneller, als in einem offenen Komposthaufen.
Deshalb sollten Gartenfreunde, die immer Kompost zur Verfügung haben möchten, zwei Kompostbehälter aufstellen.

Bau:
Heben Sie eine ca. 20 cm tiefe Mulde in Größe der Grundfläche des Komposters aus. Als unterste Schicht eignen sich grob zerkleinerte Äste und Staudenreste. Dieses lockere Fundament ist wichtig, damit die entstehende Feuchtigkeit ablaufen und Luft zirkulieren kann. Auf diesen Untergrund werden nun Garten- und Küchenreste, die gut gemischt sein sollten, geschichtet. Bedenken Sie, dass Rasenschnitt nur in kleinen Mengen im Kompost Verwendung finden sollte, da die feuchten Grashalme leicht verkleben und eine undurchlässige Schicht bilden, die dann zu Fäulnis führt. Alle 20 cm wird nun Erde oder reifer Kompost aufgebracht. Gesteinsmehl, Algenkalk aber auch Kompostflocken, alles zu beziehen über Gartenfachmärkte, sind bewährt um den Verrottungsprozess zu fördern.

Pflege:
Während einer langanhaltenden Trockenperiode muss der Kompost gegossen werden, damit er nicht zu trocken wird. Außerdem benötigt er Luft, dass heißt, bohren Sie ab und zu mit einer Stange längs und quer Löcher in den Haufen.
Ein frei stehender Kompost benötigt Winterschutz, decken Sie ihn deshalb mit etwas Erde, Stroh und Blättern ab.
Denken Sie daran, dass große Kompostanlagen von Zeit zu Zeit umgeschichtet werden müssen. Dabei wird das äußere Material nach innen und das innere nach außen umgelagert. Bei kleineren Anlagen ist dies jedoch nicht notwendig.

Tipp:
Kontrollieren Sie ab und zu den Zustand des Kompostes.
Dabei wird aus tieferen Schichten etwa eine Handvoll Material entnommen und zusammengepresst. Läuft nun Wasser heraus, ist der Kompost zu feucht und sollte vor Regen geschützt werden.
Ist das Material aber zu krümelig, müssen Sie es gießen.
Sollte die Masse gar übel riechen und ein schwärzlich-schmieriges Aussehen haben, ist etwas faul in Ihrer Düngerfabrik.
Es bleibt nun nichts anderes übrig, als den Komposthaufen auseinanderzunehmen und trocknen zu lassen.

Fest steht, wenn Standort, Mischung und Pflege richtig gewählt wurden, entstehen weder üble Gerüche, noch wird der Komposthaufen zum Tummelplatz für Ratten und andere ungebetene Gäste.

Was darf in den Kompost?
• Gartenabfälle, die nicht von Krankheiten befallen sind
• Gehölzschnitt, verrottet am schnellsten, wenn es gehäckselt wurde
• Laub und Grasschnitt in kleinen Mengen
• Wildkräuter die gut zerkleinert sind. Sie sollten in die Mitte des Haufens
 
gegeben werden, weil dort durch den Verrottungsprozess die größte   Wärme entsteht und somit die Samen abgetötet werden.
• Frische Gemüse- und Obstabfälle
• Kaffeesatz mit Filtertüte, Teeblätter
• Eierschalen
• Haare
• Umtopferde
• Reste von Schnittblumen und Zimmerpflanzen
• Sägemehl und Asche von unbehandeltem Holz.

Was darf auf keinen Fall in den Kompost?
• Kohlstrünke (verbreitet unter Umständen Kohlhernie)
• Himbeerruten (Gefahr von Himbeerrutenfrost)
• Pflanzenreste, die mit Pestiziden behandelt wurden
• Inhalt von Staubsaugertüten
• Fleisch-, Fisch- oder Käseabfälle
• menschliche Fäkalien
• bedrucktes Papier, Plastik

(Text: M. Schmidt)

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