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Dill
 
Kresse
 


Kräuter

Dill

Standort: Dill bevorzugt nahrhaften, durchlässigen und leicht feuchten Boden.
Aussaat: April – Juni
Blütezeit: August
Lebensdauer: einjährig

Küchenfreaks wissen, dass sich Dill nicht nur zum Einlegen von Gurken
und der Herstellung von Dillessig eignet, sondern vielmehr wegen seines herrlichen Aromas das „I-Tüpfelchen“ für pikante Saucen und Gerichte
sein kann. Bei frischem Dill ist der Vitamin-C-Gehalt am höchsten und das Aroma am kräftigsten. Er sollte niemals mitgekocht werden.
Dill gehört zur Familie der Doldenblütler. Aufgrund seiner ätherischen und fetten Öle u. a. mit dem Wirkstoff Carvos, ist dieser oft zusammen mit
Anis-, Kümmel- und Fenchelsamen Bestandteil von Heiltees gegen Blähungen. Mit Honig verfeinerter Dilltee gilt als gutes Schlafmittel.
Dill wurde bereits im alten Ägypten und auch später von den Griechen
und Römern sehr geschätzt. Es wird vermutet, dass er ursprünglich aus dem südöstlichen Mittelmeerraum stammt.

Pflegetipps:
Das zarte Kraut benötigt nahrhaften Gartenboden, der immer leicht feucht und durchlässig ist, zudem sollte der Standort sonnig, warm und windgeschützt sein.
Hierbei hilfreich kann die Aussaat zwischen Gurken oder Zucchinis sein, da die großen Blätter dieser Pflanzen Schutz vor übermäßiger Sonne und Wind bieten und somit das schnelle Austrocknen verhindern. Dill ist ein Lichtkeimer und wird daher bei der Aussaat nur leicht an den Boden gedrückt. In der Keimzeit verträgt er keine Kälte und benötigt zunächst eine schützende Abdeckung.
Bei einem gepflegten Gartenboden benötigt dieser in der Regel keinen Dünger. Sollte er trotz alle dem nichts werden, keine Sorge, dies kommt auch bei absoluten Gartenprofis vor, versuchen Sie es im nächsten Jahr einfach an einem anderen Standort.

Ernte:
Dill kann die ganze Saison hindurch geerntet werden.
Tipp: Wenn Sie die Samen drei Monate ausreifen lassen und danach an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren , haben Sie die Aussaat für die folgende Saison.

(Text u. Bild: M. Schmidt)


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Ysop  Hyssopus Officinalis
 


Ysop
Hyssopus Officinalis

Standort: lockerer, trockener, kalkreicher Boden
Aussaat: März-April
Pflanzzeit: Mai
Blütezeit: Juli-August
Lebensdauer: mehrjährig


Dieser kleine Halbstrauch ist aus der Familie der Lippenblüter und wächst
in Südeuropa sowie dem Nahen Osten wild.
Ysop ist eine absolut anspruchslose Pflanze, die auch sehr trockene Sommer verträgt. Eine aufwendige Anzucht lohnt kaum.
Als Küchengewürz benötigt man nur ein oder zwei Pflanzen, wobei frische Blätter das meiste Aroma haben. Die Blätter und Triebspitzen können jederzeit gepflückt werden. Zum Trocknen schneidet man Zweige während der Blüte.
Als Tee verabreicht wirkt Ysop durch seine ätherischen Öle und Bitterstoffe schleimlösend bei Husten und beruhigend für den Magen.
Am häufigsten trifft man Ysop in Ziergärten an.

Pflegetipps:
Es sollte etwas Kompost in das Pflanzloch gegeben werden.
Leichter Winterschutz ist angebracht.
Eine Vermehrung ist möglich durch Teilung im Herbst.

(Text u. Bild: M. Schmidt)


Waldmeister
 


Waldmeister (Galium Odoratum)

Standort: humoser, lockerer feuchter Boden
Aussaat: September – Oktober
Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst
Blütezeit: Mai – Juni
Lebensdauer: mehrjährig

Waldmeister gehört zur Familie der Krappgewächse (Rubiaceae).
Er ist ein beliebter Bodendecker geworden und mittlerweile häufiger in heimischen Ziergärten als in Nutzgärten anzutreffen. Seinen Ursprung hat er in Nord- und Mitteleuropa, wo er wild in lichten Laubwäldern wächst.
Sein liebster Standort ist daher ein lauschiger Platz unter einem Laubbaum.
Die Aussaat von Waldmeister lohnt kaum, es ist sinnvoller, einige vorgezogene Stauden im Fachhandel zu kaufen. Wenn die Erde beim Pflanzen zunächst mit Laubkompost verbessert wird, hat er optimale Wuchsbedingungen.
Waldmeister vermehrt sich durch Samen und Wurzelausläufer.

Ernte: Während der Blütezeit werden Stengel, die mindestens zwei Jahre alt sind, geschnitten. Für die Zubereitung von Maibowle oder Fruchtsäften sollten kleine Sträuße zunächst etwas angewelkt werden, dann entfaltet Waldmeister ein stärkeres Aroma.
Doch Vorsicht ! Verwenden Sie Waldmeister immer sparsam, im Übermaß genossen kann er Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen.

(Text u. Bild: M. Schmidt)


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Schnittlauch
 


Schnittlauch (Allium Schoenoprasum)

Standort: Schnittlauch bevorzugt nahrhaften, feuchten, kalkhaltigen Boden
Aussaat: April oder August
Pflanzzeit: Juni – August
Lebensdauer: mehrjährig

Die schmalen Röhrenblätter des Schnittlauchs sind bereits seit dem Mittelalter eine geschätzte Küchenwürze.
Ursprünglich stammt der zarte Vetter von Porree, Zwiebeln und Knoblauch aus den gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordamerikas.

Pflegetipps:
Bei besonders mageren Böden sollte in das Pflanzloch etwas Algenkalk und Kompost sowie Bio-Dünger gegeben werden. Die vorgezogenen Jungpflanzen sollten nicht tiefer im Boden stehen als in der Gärtnerei.
Schnittlauch ist anspruchslos, wenn der Boden leicht feucht und locker gehalten wird. Er sollte einmal in der Saison (Juni) gedüngt werden, dann werden auch die meisten Knospen entfernt, denn Blüten und Samenbildung kosten viel Kraft. Durch Teilung im Herbst können die Pflanzen vermehrt oder verjüngt werden. Es sollte dann auch ein neuer Standort gewählt werden.
Für die Überwinterung brauchen keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden. Der oberirdische Teil der Pflanze friert in kalten Wintern ab. Im Frühjahr treibt der Wurzelballen dann wieder neu aus. Schnittlauch lässt sich ebenfalls gut in Balkonkästen halten. Krankheiten und Schädlinge treten recht selten auf


(Text u. Bild: M. Schmidt)


Estragon
 


Estragon (Artemisia Dracunculus)

Standort: Estragon bevorzugt leicht feuchten, humusreichen Boden.
Aussaat: April
Pflanzung: Mai
Blütezeit: August – Oktober
Lebensdauer: mehrjährig

Estragon aus der Familie der Korbblütler ist beheimat in Sibirien und Mittelasien.
Bereits im alten Rom war es wohlbekannt und geschätzt.
Bei der Auswahl der Sorte ist darauf zu achten, ob es sich um den empfehlenswerten „französischen“ (oder deutschen) Estragon handelt, dieser ist sehr aromatisch mit wenig Blütenansatz, der „russische“ (oder der „sibirische“) Estragon hat im Gegensatz wenig Aroma. Beim Kauf ist deshalb zu empfehlen zunächst einige Spitzen abzuzupfen und daran riechen.

Pflegetipps:
Dieses Küchenkraut benötigt einen warmen, windgeschützten Platz. In starken Wintern ist eine leichte Winterabdeckung nötig. Im Frühjahr müssen die alten Stengel zurückgeschnitten werden. Zur Vermehrung werden im Sommer einfach Wurzelabläufer abgetrennt und wieder eingepflanzt.

Ernte:
Die Blätter werden abgezupt. Estragon kann frisch verwendet oder für den Vorrat eingefroren und getrocknet werden. Er sollte sparsam verwendet werden.


(Text u. Bild: M. Schmidt)


Kerbel (Antihriscus Cerefolium)

Standort: lockerer, mäßig feuchter Boden
Aussaat: ab Ende März
Blütezeit: Mai – August
Lebensdauer: einjährig

Kerbel gehört zur Familie der Doldengewächse und ist ein Verwandter von Möhren und Petersilie. Seinen Ursprunk hat er in Westasien, von dort gelangte er über das Mittelmeergebiet und später über die Alpen zu uns.
Der glattblättrige oder auch als krauser angebotene Kerbel ist völlig anspruchslos.
Gesät wird ab Ende März, bei großem Bedarf in Abständen von zwei Wochen. Dabei wird der Samen nur leicht mit Erde bedeckt. Der Boden muss von nun an feucht gehalten werden. Blütenstände sollten entfernt werden, außer es ist gewünscht, damit sich keine Samenstände entwickeln. Krankheiten und Schädlinge treten eher selten auf.

Ernte: Zupfen Sie immer nur junge Blätter ab. Kerbelblätter können haltbar gemacht werden, indem sie getrocknet werden, hierbei verlieren sie aber an Aroma.

Tipp:
Bei der Verwendung ist darauf zu achten, dass Kerbel nicht mitgekocht wird.
Das Kraut ist Bestandteil der klassischen französischen Kräutermischung „fines herbes“.


(Text u. Bild: M. Schmidt)


Kerbel
 


Lavendel

Kresse (Lepidium Sativum)

Standort: Für Kresse eignet sich jeder Gartenboden.
Aussaat: ab März
Blütezeit: Juni – Juli
Lebensdauer: einjährig

Über den Ursprung der Gartenkresse, die zur Familie der Kreuzblütler gehört,
gibt es nur Spekulationen, sie stammt vermutlich aus dem Nahen Osten.

Pflegetipps:
Das völlig anspruchslose Küchenkraut eignet sich hervorragend für erste Gärtnerversuche von Kindern, es überall wächst, sogar auf feuchtem Papier.
Ab März kann es überall wo Platz ist ausgesät werden. Es ist nur dafür zu sorgen, dass die Erde nicht austrocknet. Kresse eignet sich gut als Nachbar von größeren Pflanzen, da diese Schatten spenden. Wenn man ab Jahresmitte einige Pflanzen stehen lässt können im Herbst die rotbraunen Samen geerntet werden.
Krankheiten und Schädlinge sind unbekannt.

Ernte:
Je nach Witterung kann 5 – 7 Tage nach der Aussaat mit der Ernte
begonnen werden. Dabei werden kleinen Sämlinge mit einer Schere abgeschnitten.

Verwendung:
Kresse wird ausschließlich frisch verwendet z.B. als Beigabe für frische Salate, Kräuterquarks und Dips.
Der würzige Geschmack wird durch Senföle verursacht.


(Text u. Bild: M. Schmidt)


Lavendel (Lavandula Angusifolia)

Standort: Lavendel bevorzugt trockenen, leicht kalkhaltigen Boden
Aussaat: März
Pflanzzeit: Mai
Blütezeit: Juli – September
Lebensdauer: mehrjährig


Lavendel wächst wild auf trockenen, steinigen Böden im südeuropäischen Mittelmeerraum. Der silbergraue Halbstrauch gehört zur Familie der Lippenblütler (Labiatae). In der Pflege ist Lavendel absolut anspruchslos, er wird weder gegossen noch gedünkt. Bei der Aussaat sollte beachtet werden, dass Lavendel zunächst in Anzuchtkästen ausgesät werden muss. Gartenfreunden, denen dies zu müßig erscheint, haben die Möglichkeit vorgezogene Jungpflanzen im Fachhandel zu erwerben. Eine Vermehrung wird durch Stecklinge im Frühjahr oder Herbst erreicht.
Der Rückschnitt im Herbst fördert den Neuaustrieb im nächsten Jahr. In harten Wintern ist leichter Winterschutz angebracht.

Ernte:
Gerade erblühte Zweige werden zunächst geschnitten und dann zum Trocknen aufgehangen.

Verwendung:
Die getrockneten Lavendelzweige finden Verwendung in der Wohnraumdeko, Blätter und Blüten können zu Duftkissen verarbeitet werden. Aufgrund seiner ätherischen Öle sowie Gerbstoffe wirkt er nervenberuhigend und eignet sich zur Entspannung als Badezusatz.


(Text u. Bild: M. Schmidt)


Majoran
Majoran (Majorana Hortensis)

Standort: Majoran liebt leichten, durchlässigen, nährstoffreichen Boden.
Aussaat: März – Mai
Pflanzzeit: Mai
Blütezeit: Juni – September
Lebensdauer: einjährig

Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler und war schon im Altertum als Heilpflanze bekannt. Beheimatet ist er in Gebieten rund um das Mittelmeer.
Die hübschen Blüten und der würzige Duft lassen ihn auch Verwendung im Ziergarten finden.

Pflegetipps:
Die Pflanzstelle sollte zunächst mit Kompost verbessert werden. In wärmeren Sommern entwickelt er sich zu einem kleinen Busch.
Majoran ist absolut frostempfindlich, Trockenheit macht ihm hingegen nichts aus. Leider lässt er sich nur einjährig kultivieren. Die Aussaat ist etwas müßig, daher ist es ratsam, wenn man zwei oder drei Jungpflanzen kauft.

Ernte:
Die zarten Triebspitzen kann man jederzeit bei Bedarf pflücken.
Wenn Majoran getrocknet werden soll, werden die Stengel kurz bevor sich die Blütenknospen öffnen geschnitten.

Verwendung:
Er ist sehr aromatisch, egal ob frisch, gekocht oder getrocknet.
Probieren Sie doch mal Bratkartoffeln mit Majoran ... einfach lecker!

(Text u. Bild: M. Schmidt)


Melisse

Melisse, Zitronenmelisse ( Melissa Officinalis)

Standort: Durchlässiger, humoser Boden
Aussaat: April – Mai
Pflanzzeit: Mai
Blütezeit: Juli – August
Lebensdauer: mehrjährig


Die zart nach Zitrone duftende Melisse gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet.

Pflegetipps:
Melisse bevorzugt einen warmen, etwas geschützten Standort.
Die Pflanzstelle sollte zunächst mit gutem Kompost vorbereitet werden, später während der Vegetationszeit ist sie nochmals dankbar über organischen Dünger.
Die Erde rundherum sollte stets etwas feucht gehalten werden.
Bitte bedenken Sie beim Pflanzen, dass eine Pflanze den Familienbedarf über viele Jahre deckt und bis zu 1 m hoch wird. Wird eine Pflanze zu groß, kann sie im Herbst geteilt werden. Im Winter friert der oberirdische Teil bis auf eine feste Blattrosette ab. Winterschutz ist von Vorteil.

Ernte:
Die jungen Triebe der Melisse können ständig gepflückt werden.
Zum Trocknen schneidet man ganze Stengel kurz vor der Blüte ab und hängt sie auf.

Verwendung:
Frische Melissenblätter geben Torten, Desserts und kalten Getränken eine herrlich frische Note durch das zarte Aroma. Melisse wird nicht mitgekocht. Als Tee verabreicht wirkt sie nervenberuhigend, krampflösend und fördert das Einschlafen.
Bereits im 17. Jahrhundert erfanden die Karmelitermönche den Melissen- oder auch genannt Kamelitergeist.

(Text u. Bild: M. Schmidt)



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