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Sommerzeit – Reisezeit

 

Wenn wir an Urlaub denken, denken wir meist an Sonne, Strand und Meer aber auch an üppige Buffets und eiskalte Drinks.
Doch Vorsicht, wer sich gedankenlos und leichtfertig den Genüssen hingibt, macht kaum am Urlaubsort angekommen oftmals unliebsame Erfahrungen. Auf einmal rumort es im Bauch, der Magen rebelliert und was zunächst vermeintlich harmlos mit Übelkeit begann, endet mit Bauchkrämpfen (manchmal wehenartig) und schwallartigem Erbrechen.

Nun schlägt er zu, der legendäre Aztekenkönig Montezuma, Namensgeber des Reisedurchfalls: Durchfall, Durchfall und noch mal Durchfall, eben „Montezumas Rache“.

Vergessen ist dann schnell, wie schön die Sonne scheint und das
Meer lockt.

Abhängig vom Reiseland erkranken bis zu 70 % aller Urlauber an
Diarrhö (Durchfall) oder an der noch unangenehmeren Form, dem Brechdurchfall. Dabei sind insbesondere Reisende nach Mexiko, Ägypten, Indien und Kenia hiervon betroffen.
Durchfallerkrankungen durch Typhus oder Amöbenruhr sind dagegen eher selten und „lauern“ eher in Katastrophengebieten.
In tropischen Ländern sollten Urlauber auch immer an die Möglichkeit denken, dass hinter ihrem Durchfall die tropische Malaria stecken kann.
Für denjenigen, der in diesen Regionen Durchfall bekommt gilt:
Suchen Sie sofort einen Arzt auf!

Doch Trost gibt es, der Durchfall ist vermeidbar, wenn man einige Dinge beachtet:
Englische Seefahrer hatten hierbei aufgrund Ihrer Erfahrungen
folgendes Rezept:
„ Peel it, cook it, boil it, or forget it!“ – Schäle es, koche es (feste Nahrungsmittel), koch es ab (Wasser) oder vergiss es!

Die Keimquellen
Verursacht wird Reisedurchfall, so gut wie immer, durch Bakterien, die mit der Nahrung oder dem Trinkwasser aufgenommen werden. Hier gilt, je wärmer das Urlaubsland, je geringer der Hygienestandart, desto größer die Gefahr, denn Wärme begünstigt das Wachstum von Bakterien.
Weitere Ursachen für einen gereizten Darm können Stress und die Belastung durch die ungewohnte Hitze am Urlaubsort sein.

Wie können Sie sich schützen
Absoluten Schutz gibt es nur, wenn Sie zu Hause bleiben oder Ihren Urlaub in kühleren Gegenden verbringen.
Die größte Gefahr lauert im Wasser, weil es oft aus zweifelhaften Quellen stammt oder durch marode Wasserleitungen fließt und oft tagelang in großen Tanks gelagert wird, deshalb trinken Sie kein Wasser aus der Leitung, aus offenen Gefäßen oder Brunnen.
Benutzen Sie selbst zum Zähneputzen Mineralwasser.
Bestellen Sie im Restaurant Mineralwasser in Flaschen nicht im Krug und verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken.
Achten Sie darauf, dass Mineralwasserflaschen noch versiegelt sind und nicht etwa neu verfüllt wurden. Dies ist übrigens nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen, sondern für viele Kinder in der dritten Welt nötig, um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu verbessern.

Wenn es Sie trotzdem erwischt hat:

- In tropischen Ländern bei Durchfall und Fieber sofort zum Arzt!
- Gleichen Sie den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust schnell wieder 
 
aus, damit der Kreislauf stabil bleibt und einem Nierenversagen
  vorgebeugt wird. Hierzu eignen sich Mineralwasser und Tee.
  Mineralien können durch „isotonische Getränke“ (Sportlerdrinks) ersetzt
  werden.
- Vorsicht bei Kindern! Je jünger, desto eher kann sich ein (lebens-)
  bedrohlicher Flüssigkeits- und Salzmangel entwickeln. Auch beim
  „harmlosen“ Reisedurchfall gilt: Trocknet ein Kind aus (Bleiben nach
  leichtem „Kneifen“ die Hautfalten stehen?) oder kommen gar Krämpfe
  hinzu, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen!
- Gönnen Sie Ihrem Magen ein wenig Ruhe, beginnen Sie zunächst mit
  leichter Kost.
- Bei Beschwerden, die länger als drei Tage anhalten oder bei Fieber,
  sollte jede Art der Selbsttherapie beendet werden und ein Mediziner
  konsultiert werden.

Tipp:
Mittel gegen Durchfall gehören in jede Reiseapotheke.
Nutzen Sie die kostenlose, kompetente Beratung Ihrer Apotheken vor Ort!


Schöne Ferien!

(Text: M. Schmidt)

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Schöne Ferien!